Wenn das Feuerpferdjahr beginnt: So berechnest du dein chinesisches Sternzeichen

Leidenschaft, Ausdauer oder feines Gespür: Welches Tier steckt astrologisch in dir? Wenn das Jahr des Feuerpferdes beginnt, trifft ein Tierzeichen auf ein besonderes Element. Doch aufgepasst: Dein Geburtsmonat allein reicht zur Bestimmung deines chinesischen Sternzeichens nicht aus! Entscheidend ist, in welches chinesische Mondjahr dein Geburtstag fällt. Das zugehörige Element und deine Geburtszeit ergänzen die astrologische Deutung deiner Persönlichkeit.
Dein Geburtsjahr zählt – aber mit einer wichtigen Besonderheit
Vielleicht kennst du dein westliches Sonnenzeichen, dein Mondzeichen und deinen Aszendenten längst. Im chinesischen Tierkreis funktioniert die Zuordnung anders: Die zwölf Tiere wechseln mit dem Mondjahr, nicht mit den Monaten. Derselbe Geburtstagsmonat bedeutet deshalb keineswegs dasselbe Tierzeichen.
Die entscheidende Besonderheit steckt im Jahreswechsel. Das chinesische Neujahr fällt nicht mit dem Beginn des gregorianischen Kalenderjahres zusammen. Prüfe deshalb, ob dein Geburtstag vor oder nach dem jeweiligen chinesischen Neujahr liegt. Erst dann weißt du, welches Mondjahr für deine Zuordnung zählt. Vergleiche also nicht einfach nur die Jahreszahl deines Geburtstags mit einem Tiernamen.
So bestimmst du dein chinesisches Sternzeichen
Am praktischsten ist eine Zuordnungstabelle, die Tierzeichen und genaue Grenzen der Mondjahre gemeinsam aufführt. Eine Übersicht mit bloßen Jahreszahlen kann an der Jahresgrenze zu Missverständnissen führen. Suche deshalb den vollständigen Zeitraum, in den dein Geburtstag fällt.
Die Tiere folgen einer festen Reihenfolge: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Nach zwölf Mondjahren beginnt die Reihe erneut. Büffel und Ochse bezeichnen dabei dasselbe Zeichen, ebenso Ziege und Schaf.
- Lege dein vollständiges Geburtsdatum bereit.
- Prüfe die Grenze des passenden chinesischen Mondjahres.
- Lies das zugehörige Tierzeichen ab.
- Notiere anschließend das Element und deine Geburtszeit.
Das Tier allein erklärt die Bezeichnung Feuerpferd noch nicht: Sie verbindet das Zeichen Pferd mit dem Element Feuer. Auch bei deinem eigenen Zeichen lohnt sich deshalb der zweite Blick. Zwei Menschen mit demselben Tierzeichen können unterschiedlichen Elementen zugeordnet sein.
Fünf Elemente geben deinem Tierzeichen eine zusätzliche Note
Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall wechseln in dieser Reihenfolge. Jedes Element bleibt zwei Mondjahre bestehen. Zusammen ergeben die zwölf Tierzeichen und fünf Elemente einen vollständigen Zyklus von 60 Jahren. Suche dein Element passend zum zuvor bestimmten Mondjahr.
Wasser: tiefes Gefühl, große Loyalität
Wasser steht in der astrologischen Deutung für intensive Gefühle, Empathie und Loyalität. Diese Menschen erfassen die Stimmung anderer besonders leicht und gelten als verlässliche Freunde. Ihre Herausforderung: Sie wählen gern den einfachsten Weg, meiden Auseinandersetzungen und behaupten eigene Wünsche manchmal zu wenig.
Holz: großzügig und voller Ziele
Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Großzügigkeit prägen das Element Holz. Dazu kommt der starke Wunsch, etwas zu verbessern und andere zum Mitmachen zu motivieren. Doch die Begeisterung hat eine Kehrseite: Wer alles gleichzeitig anpackt, übernimmt sich leicht und erlebt Rückschläge, die vermeidbar gewesen wären.
Feuer: Leidenschaft mit ordentlich Schub
Feuer verbindet sprudelnde Ideen mit Leidenschaft und Tatendrang. In dieser Deutung passt das besonders zu unternehmerischen Vorhaben. Beim Feuerpferd trifft dieser Antrieb auf ein freiheitsliebendes Tierzeichen. Allerdings kann starke Begeisterung in Dominanz umschlagen und dadurch aussichtsreiche Möglichkeiten erschweren.
Erde: verlässlich und bodenständig
Erde steht für Stabilität, Organisation und einen praktischen Blick auf Aufgaben. Disziplin und Einfühlungsvermögen machen diese Menschen zu geschätzten Teammitgliedern. Schwieriger wird es, wenn ein Vorhaben Mut zum Risiko verlangt: Sicherheit ist ihnen oft lieber als ein Abenteuer mit offenem Ausgang.
Metall: ehrgeizig und risikobereit
Metall wird mit Stärke, Ehrgeiz und entschlossenem Vorangehen verbunden. Ziele, Einfluss und materieller Erfolg bekommen viel Gewicht. Überwiegt jedoch das eigene Vorankommen, können andere Menschen aus dem Blick geraten. Aus beeindruckender Zielstrebigkeit wird dann möglicherweise eine Haltung, die Beziehungen auf Abstand hält.
Deine Geburtszeit liefert den chinesischen Aszendenten
Für den hier beschriebenen chinesischen Aszendenten zählt deine Geburtszeit. Anders als beim westlichen Aszendenten wird dafür nicht das am östlichen Horizont aufsteigende Zeichen betrachtet. Stattdessen gehören jeweils zwei Stunden zu einem Tier. Suche deine Uhrzeit in dieser Übersicht:
- 23:00 bis 00:59 Uhr: Ratte
- 01:00 bis 02:59 Uhr: Büffel
- 03:00 bis 04:59 Uhr: Tiger
- 05:00 bis 06:59 Uhr: Hase
- 07:00 bis 08:59 Uhr: Drache
- 09:00 bis 10:59 Uhr: Schlange
- 11:00 bis 12:59 Uhr: Pferd
- 13:00 bis 14:59 Uhr: Ziege beziehungsweise Schaf
- 15:00 bis 16:59 Uhr: Affe
- 17:00 bis 18:59 Uhr: Hahn
- 19:00 bis 20:59 Uhr: Hund
- 21:00 bis 22:59 Uhr: Schwein
Ein Beispiel: Bei einer Geburt um 10:30 Uhr ergibt sich hier die Schlange, unabhängig vom Tier des Geburtsjahres.
Welcher Charakter steckt hinter deinem Tierzeichen?
Jetzt wird es persönlich: Die folgenden Eigenschaften gehören zu den astrologischen Deutungen. Lies bei deinem Tier nicht nur die Stärken, sondern auch die beschriebenen Spannungsfelder.
- Ratte: Wissbegierig, gesellig und ehrgeizig plant sie zuerst gründlich. Steht ihr Vorhaben fest, steckt sie ihre ganze Energie hinein. Dabei schießt sie gelegentlich über das Ziel hinaus und nimmt sich zu wenig Zeit für sich.
- Büffel: Liebe, Respekt und Zärtlichkeit sind ihm wichtig. Seine Geduld macht ihn zu einem geschätzten Begleiter. Hat er sich jedoch auf eine Meinung festgelegt, zeigt er sich ausgesprochen stur.
- Tiger: Kraftvoll und neugierig betrachtet er Probleme als spannende Herausforderungen. Er scheut Diskussionen nicht. Viel Erfolg und Aufmerksamkeit können allerdings dazu führen, dass sein Selbstvertrauen in Überheblichkeit kippt.
- Hase: Gutmütig, sensibel und hilfsbereit erkennt er Spannungen früh. Er vermittelt gern und sorgt für Ordnung. Unter Stress überspielt er seine Unsicherheit manchmal mit Witzen.
- Drache: Selbstbewusst und ideenreich genießt er das Rampenlicht. Für seine starke Ausstrahlung braucht er Freiheit. Wird er eingeengt, kann seine sonst beeindruckende Präsenz eine unangenehme Schärfe bekommen.
- Schlange: Hinter ihrer Zurückhaltung stecken Intelligenz und Interesse an anderen. Sie hilft gern und durchschaut Manipulationsversuche schnell. Ihre eigene Gerissenheit kann sie allerdings ebenfalls gezielt einsetzen.
- Pferd: Ausdauernd, gesellig und voller Tatendrang braucht es Freiheit und Action. Dann entfaltet es seinen Charme. Manchmal setzt es seine beträchtliche Stärke jedoch vor allem für eigene Interessen ein.
- Ziege: Mitfühlend und loyal engagiert sie sich für die Gemeinschaft. Sie arbeitet für Beständigkeit und Wohlstand. Ihre Gutgläubigkeit kann allerdings dazu führen, dass andere ihr Vertrauen ausnutzen.
- Affe: Intelligent und humorvoll sucht er seinen eigenen Weg. Dabei springt er zwischen Ideen und hinterlässt Chaos. Was oberflächlich wirkt, gehört in dieser Deutung zu seiner beweglichen, suchenden Art.
- Hahn: Stolz, Mut und Verlässlichkeit prägen ihn. Er arbeitet hart und erwartet Einsatz auch von anderen. Weil er gern von seinen Leistungen erzählt, kann er überheblich wirken.
- Hund: Treu, optimistisch und geduldig kümmert er sich um vertraute Menschen. Auf Erfolge wartet er ausdauernd. Streit vermeidet oder verdrängt er lieber, weil ihm Harmonie besonders wichtig ist.
- Schwein: Freundlich, tolerant und gelassen verzeiht es vieles. Es gilt besonders im Familienleben als Glückssymbol. Meist zurückhaltend, kämpft es entschlossen, wenn ihm etwas wirklich wichtig ist.
Warum steht die Ratte eigentlich ganz vorn?
Eine Legende erklärt die Reihenfolge durch ein Rennen über einen Fluss. Je nach Überlieferung veranstaltete es der Jadekaiser oder Buddha. Die Ratte ließ sich zusammen mit der Katze vom Ochsen tragen, stieß die Katze herunter und sprang zuerst ins Ziel. Deshalb fehlt die Katze im Tierkreis.
Der Drache verspätete sich, weil er ein Dorf rettete. Die Schlange schob sich vor das erschrockene Pferd. Ziege, Affe und Hahn überquerten den Fluss gemeinsam auf einem Floß. Der Hund spielte unterwegs im Wasser, während das Schwein nach ausgiebigem Fressen das Rennen verschlief.
Dein persönlicher Mix statt nur eines Tiernamens
Für deinen Einstieg zählen drei Angaben: das richtige Mondjahr, das passende Element und deine Geburtszeit. Prüfe zuerst sorgfältig die Jahresgrenze. Anschließend kannst du die Deutungen nebeneinanderlegen: Welchen Tatendrang erkennst du wieder, welche Zurückhaltung, welche Loyalität? Genau dieses Zusammenspiel macht den chinesischen Tierkreis so faszinierend.