Astrologie-Begriffe: Dein Basisglossar mit Definitionen & Bedeutungen

Elena Fischer
Astrologie-Begriffe: Dein Basisglossar mit Definitionen & Bedeutungen
Eine freundliche Frau in den 30ern sitzt an einem Holztisch in einem gemütlichen Wohnzimmer.

Aszendent, Transit, Trigon: Verstehst du bei diesen Wörtern nur Bahnhof? Schluss mit dem Sternen-Kauderwelsch! Hinter vielen Astrologie-Begriffen stecken einfache Ideen. In diesem Basisglossar erfährst du, was die wichtigsten Begriffe bedeuten und wie sie zusammenhängen. So kannst du astrologische Deutungen besser einordnen und dein Geburtshoroskop Schritt für Schritt erkunden, ohne dich im Fachvokabular zu verlieren.

Dein Einstieg: Tierkreis, Horoskop und Geburtshoroskop

Der Tierkreis, auch Zodiak genannt, besteht aus zwölf Abschnitten von jeweils 30 Grad entlang der scheinbaren Sonnenbahn. In der Astrologie dient er dazu, Persönlichkeiten zu beschreiben und zukünftige Entwicklungen zu deuten.

Ein Horoskop verbindet astrologische Positionen mit Aussagen über Eigenschaften und mögliche Ereignisse. Dein Geburtshoroskop, auch Radix genannt, zeigt die Positionen der Planeten zum Zeitpunkt deiner Geburt. Astrologinnen und Astrologen interpretieren diese Konstellationen.

Eine Glyphe ist das Zeichen für einen Planeten oder ein Tierkreiszeichen. Wenn dir die kleinen Symbole zunächst fremd erscheinen, schlage sie einzeln nach, statt alles gleichzeitig lernen zu wollen.

Sonne, Mond und Aszendent: Drei Schlüsselbegriffe

Dein Sonnenzeichen ist das, was gewöhnlich als dein Sternzeichen bezeichnet wird. Astrologisch steht die Sonne für Identität, Lebenskraft und bewusstes Selbstverständnis.

Das Mondzeichen ergibt sich aus der Mondposition bei deiner Geburt. Es wird mit deiner Gefühlswelt, persönlichen Bedürfnissen und emotionalen Reaktionen verbunden.

Der Aszendent, englisch Rising Sign, bezeichnet das Zeichen am östlichen Horizont im Geburtsmoment. Er soll zeigen, wie du auf andere wirkst und welchen Lebensweg du einschlägst. Sein Gegenpunkt heißt Deszendent: Er wird mit Eigenschaften verbunden, die du bei anderen ablehnst und möglicherweise selbst noch nicht angenommen hast.

Die zwölf Sternzeichen auf einen Blick

Jedem Zeichen werden bestimmte Eigenschaften und herrschende Planeten zugeordnet. Diese Kurzporträts helfen dir beim Wiedererkennen der Begriffe:

  • Widder: Erstes Zeichen; Mars steht für leidenschaftlichen, ehrgeizigen und dynamischen Antrieb.
  • Stier: Zweites Zeichen; unter Venus mit Genuss, materiellem Streben und Ehrgeiz verbunden.
  • Zwillinge: Drittes Zeichen; Merkur prägt die kontaktfreudige, intellektuelle und impulsive Zuordnung.
  • Krebs: Viertes Zeichen; dem Mond zugeordnet und als gefühlvoll, intuitiv sowie beschützend beschrieben.
  • Löwe: Fünftes Zeichen; die Sonne steht für Großzügigkeit, Selbstvertrauen und Loyalität.
  • Jungfrau: Sechstes Zeichen; Merkur wird mit Zuverlässigkeit, Analyse und Fleiß verbunden.
  • Waage: Siebtes Zeichen; Venus prägt Ausgeglichenheit, Harmonie und Idealismus.
  • Skorpion: Achtes Zeichen; Mars und Pluto stehen für Leidenschaft, Intensität und Eifersucht.
  • Schütze: Neuntes Zeichen; Jupiter wird mit Freiheitsliebe, geistiger Neugier und Optimismus verbunden.
  • Steinbock: Zehntes Zeichen; Saturn prägt Disziplin, Arbeitseifer und praktisches Denken.
  • Wassermann: Elftes Zeichen; Saturn und Uranus werden mit Unabhängigkeit, Eigenwilligkeit und Rebellion verbunden.
  • Fische: Zwölftes Zeichen; Jupiter und Neptun stehen für Kreativität, Einfühlung und Emotionalität.

Elemente und Modalitäten: So werden Zeichen gruppiert

Die vier Elemente bündeln Zeichen mit gemeinsamen astrologischen Qualitäten. Feuerzeichen sind Widder, Löwe und Schütze. Erdzeichen heißen Stier, Jungfrau und Steinbock. Zu den Luftzeichen gehören Zwillinge, Waage und Wassermann; Wasserzeichen sind Krebs, Skorpion und Fische.

Die Modalität beschreibt dagegen die Art des Energieausdrucks:

  • Kardinal: Widder, Krebs, Waage und Steinbock stehen für Aufbruch, Führung und neue Vorhaben.
  • Fix: Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann werden mit Ausdauer und beständiger Energie verbunden.
  • Veränderlich: Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische gelten als flexibel und vielseitig.

Dualitäten unterteilen die Zeichen zusätzlich in symbolisch feminine und maskuline Energien. Erd- und Wasserzeichen gehören zur ersten, Feuer- und Luftzeichen zur zweiten Gruppe. Ein Schwesterzeichen liegt deinem Zeichen im Tierkreis gegenüber und teilt dessen Modalität.

Häuser und wichtige Punkte im Horoskop

Die zwölf Häuser stehen für unterschiedliche Lebensthemen. Die Zeichen innerhalb dieser Bereiche bringen nach astrologischer Deutung ihre Eigenschaften in das jeweilige Thema ein. Eine Häuserspitze bezeichnet die Grenze zwischen zwei Häusern; auch die Grenze zwischen Zeichen wird als Cusp bezeichnet.

Das Medium Coeli, kurz MC oder Himmelsmitte, liegt an der Spitze des zehnten Hauses. Es steht für Ziele, Ansehen und beruflichen Weg. Die Mondknoten werden als Entwicklungsachse gelesen: Der nördliche Mondknoten verweist auf die Bestimmung, der südliche auf mitgebrachte Erfahrungen.

Planeten: Die wichtigsten astrologischen Rollen

Ein Herrscherplanet ist einem bestimmten Zeichen zugeordnet und prägt dessen astrologische Bedeutung. Manche Zeichen haben zwei Herrscher. Diese Begriffe begegnen dir besonders häufig:

  • Merkur: Kommunikation, Ausdruck und Verarbeitung von Informationen.
  • Venus: Liebe, Schönheit, Kunst und persönliche Werte.
  • Mars: Leidenschaft, Ehrgeiz, Durchsetzung und Antrieb.
  • Jupiter: Glück, Fülle, Zukunftspläne und Erfolg.
  • Saturn: Grenzen, Verpflichtungen, Struktur und Selbstkontrolle.
  • Uranus: Eigenwilligkeit, Umbruch und Rebellion.
  • Neptun: Träume und Unterbewusstsein.
  • Pluto: Wandlung, Unterbewusstsein und persönliches Wachstum.

Langsam wandernde Planeten werden auch als Generationenplaneten bezeichnet, weil ihre Zeichenpositionen größere Gruppen verbinden. Steht ein Planet sehr nah an der Sonne, heißt das Combust oder verbrannt: Seine positiven Wirkungen gelten dabei als abgeschwächt.

Aspekte: Wenn Planeten miteinander in Beziehung treten

Aspekte sind Winkelbeziehungen im Horoskop. Hauptaspekte werden mit Handlungen und Entscheidungen verbunden, Nebenaspekte stärker mit inneren Veränderungen. Zu den Nebenaspekten zählen etwa Halbsextil, Quintil und Quinkunx.

  • Konjunktion, 0 Grad: Zwei Planeten stehen zusammen; ihre Energien verbinden sich.
  • Sextil, 60 Grad: Gilt als beruhigend und entlastend.
  • Quadrat, 90 Grad: Steht für Spannung und die Möglichkeit, Konflikte aktiv zu bearbeiten.
  • Trigon, 120 Grad: Wird mit Harmonie verbunden.
  • Opposition, 180 Grad: Gegenüberliegende Planeten können Gegensätze und Anziehung anzeigen.

Der Orbis beschreibt den Winkelabstand beziehungsweise die Abweichung bei einer Aspektverbindung. Ein großes Trigon entsteht durch drei Planeten in einer Dreiecksfigur. Ein Yod kombiniert ein Sextil mit zwei Quinkunx-Verbindungen. Ein Stellium bezeichnet mindestens drei Planeten in demselben Zeichen.

Transit, Rückläufigkeit und Wiederkehr verstehen

Ein Transit beschreibt die Bewegung eines Planeten am Himmel. Ein Zyklus ist die Zeit für einen vollständigen Umlauf. Bei Rückläufigkeit scheint ein Planet von der Erde aus rückwärts zu laufen. Astrologisch wird diese Phase als Gelegenheit zur Überprüfung bestehender Themen gelesen; direktläufig beschreibt die wahrgenommene Vorwärtsbewegung.

Eine Planetenwiederkehr eröffnet symbolisch einen neuen Zyklus. Beim Solar kehrt die Sonne an ihre Geburtsposition zurück, beim Lunar der Mond. Die Saturn-Wiederkehr erfolgt nach ungefähr 30 Jahren.

Mondbegriffe und weitere spannende Stichwörter

Die acht Mondphasen reichen vom Neumond über zunehmende Sichel, erstes Viertel und zunehmenden Dreiviertelmond zum Vollmond; anschließend folgen abnehmender Dreiviertelmond, letztes Viertel und abnehmende Sichel. Ein Supermond bezeichnet einen erdnahen Neu- oder Vollmond. Bei einer Finsternis wird das Licht oder die Sichtbarkeit eines Himmelskörpers verdeckt.

Ceres steht für Fürsorge, Juno für Bindung und Pallas für Weisheit, Gerechtigkeit und Kunst. Lilith symbolisiert verborgene Wünsche. Synastrie vergleicht zwei Geburtshoroskope hinsichtlich ihrer Verbindungen. Synchronizität meint auffällig zusammenpassende Ereignisse; Divination bezeichnet intuitive Orientierung, etwa durch Tarot oder Runen.

Dein nächster Schritt: Erst verstehen, dann vertiefen

Du musst dieses Sternenvokabular nicht sofort auswendig können. Beginne mit Sonne, Mond und Aszendent, ergänze anschließend Häuser und Aspekte. Speichere dir das Glossar zum Nachschlagen. So wird aus verwirrenden Fachwörtern nach und nach ein verständliches System, das du mit Neugier statt Überforderung erkunden kannst.

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um diese Website zu betreiben und personalisierte Werbung über Google AdSense anzuzeigen. Notwendige Cookies sind für die Funktion der Seite erforderlich. Marketing-Cookies ermöglichen es uns, relevante Anzeigen zu zeigen. Sie können Ihre Auswahl jederzeit ändern. Mehr erfahren